Unterwasserlärm lenkt Fische so sehr ab, dass sie nicht mehr effektiv nach Futter suchen oder auf die Jagd gehen können. Dabei reicht es schon, wenn sie nur wenige Sekunden von dem Lärm gestört werden, wie britische Wissenschaftler der Universität Bristol beobachteten. Die Forscher setzten für ihre Experimente Stichlinge den Lärm von Motorbooten aus und stellten fest, dass Fische beim Fressen in einer lauten Umgebung wesentlich unkonzentrierter sind als in einem ruhigen Umfeld.
Der negative Effekt dauerte den Biologen Julia Purser und Andrew Radford zufolge vergleichsweise lange an. Nach nur zehn Sekunden Lärm machten die Fische fünf Minuten lang Fehler bei der Nahrungsaufsuche und -aufnahme. Weil die Lärmverschmutzung in den Meeren immer mehr zunimmt, könnte der zusätzliche Stress schlimme Folgen für die Fische haben. Die Studie lasse vermuten, dass die Lärmverschmutzung weit mehr schädigende Wirkungen hat, als bisher angenommen, meint Radford.
Quelle: PLoS ONE
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