Abgeordnete des chinesischen Volkskongresses haben erstmals ein Verbot des Handels mit Haifischflossen gefordert. Wegen der enormen Gewinne drohe eine Überfischung und das Aussterben weiterer Arten, sagte Ding Liguo, Abgeordneter von Chinas Oberstem Gesetzgeber, nach einem Bericht der „Global Times“.
Ding Liguo reichte zusammen mit einem Dutzend Kollegen einen förmlichen schriftlichen Antrag beim Volkskongress ein. China ist dem Volksvertreter zufolge der weltweit größte Markt für Haifischflossen und importiere 95 Prozent der globalen Produktion.
Ding forderte gesetzliche Verbote, weil eine Werbekampagne gegen den Verzehr von Haifischflossen kaum Wirkung gezeigt habe. "Nur Gesetze können den Handel mit Haifischflossen stoppen und das Töten von Haien reduzieren", sagte Ding.
Haifischflossen können dem Bericht zufolge bis zu 4.000 Yuan (440 Euro) pro Kilogramm kosten. In gehobenen Restaurants beträgt der Preis bis zu 10.000 Yuan (1100 Euro) pro Kilogramm. "Die Leute werden vom vermeintlichen Nährwert der Haifischflossen in die Irre geführt", sagte Ding. Zudem enthielten sie ein hohes Maß an Blei und Quecksilber, sagte er.
Ding schlug vor, dass Regierungsbeamte die Führung bei der Unterbindung des Konsums von Haifischflossen übernehmen und dass das Gericht in staatlichen Hotels und Restaurants nicht mehr serviert wird.
Quelle: Global Times
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