Freitag, 15. November 2013

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Dienstag, 17. Mai 2011

Krach stört Fische beim Fressen

Unterwasserlärm lenkt Fische so sehr ab, dass sie nicht mehr effektiv nach Futter suchen oder auf die Jagd gehen können. Dabei reicht es schon, wenn sie nur wenige Sekunden von dem Lärm gestört werden, wie britische Wissenschaftler der Universität Bristol beobachteten. Die Forscher setzten für ihre Experimente Stichlinge den Lärm von Motorbooten aus und stellten fest, dass Fische beim Fressen in einer lauten Umgebung wesentlich unkonzentrierter sind als in einem ruhigen Umfeld.

Der negative Effekt dauerte den Biologen Julia Purser und Andrew Radford zufolge vergleichsweise lange an. Nach nur zehn Sekunden Lärm machten die Fische fünf Minuten lang Fehler bei der Nahrungsaufsuche und -aufnahme. Weil die Lärmverschmutzung in den Meeren immer mehr zunimmt, könnte der zusätzliche Stress schlimme Folgen für die Fische haben. Die Studie lasse vermuten, dass die Lärmverschmutzung weit mehr schädigende Wirkungen hat, als bisher angenommen, meint Radford.
Quelle: PLoS ONE

Seit Mitte April essen Deutsche Fisch nur noch von auswärts

In Deutschland wird weit mehr Fisch verzehrt als die heimische Fischerei in europäischen Gewässern fängt. Am 27. April wurde rechnerisch der sogenannte Fish Dependence Day erreicht: der Tag, von dem an bis zum Ende des Jahres jeder hierzulande konsumierte Fisch von außerhalb kommt. Darauf wiesen die Verbände der OCEAN2012-Kampagne hin, die sich für eine nachhaltige Fischereiwirtschaft engagieren.

"Die EU verfügt über die größten Fischereigewässer der Welt - doch überwiegend werden sie nicht verantwortungsvoll bewirtschaftet. Um unseren wachsenden Appetit auf Fisch zu stillen, exportieren wir die Überfischung in andere Teile der Welt", sagt Nina Wolff, Meeresschutz-Expertin der Deutschen Umwelthilfe und Koordinatorin von OCEAN2012 in Deutschland. Der 27. April ist das errechnete Datum, ab dem Deutschland für den Rest des Jahres auf den Import von Fisch und Meeresfrüchten angewiesen ist. Dies geht aus einem gemeinsamen Bericht der englischen New Economics Foundation und von OCEAN2012 hervor.

Die EU insgesamt benötigt etwa die Hälfte des Jahres ( ab dem 3. Juli) Fisch von außerhalb. Seit 2000 lag das errechnete Datum der EU-weiten Abhängigkeit von Fischimporten jeweils früher als im Vorjahr. Der Fish Dependence Day wird heute fast einen Monat eher erreicht - was unsere zunehmende Abhängigkeit von Fischen aus auswärtigen Gewässern unterstreicht. Fischimporte aus Drittstaaten verschleiern für die Verbraucherinnen und Verbraucher die Folgen der Überfischung der heimischen Bestände.

"Dieser Bericht unterstreicht: Wenn die Menschen nachhaltige Fischprodukte wollen, müssen sie bei den Entscheidungsträgern eine verantwortungsvolle Fischereipolitik einfordern. Die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik muss an erster Stelle die ökologische Nachhaltigkeit der Europäischen Fischereien sicherstellen", erklärte Nina Wolff.
Bericht zum Fish Dependence Day unter: www.duh.de/2508.html

EU darf Fangzeiten von Blauflossenthunen beschränken

Die EU-Kommission darf zum Schutz von Fischbeständen die Fangzeiten für Blauflossenthune erheblich beschränken. Wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am 17. März entschied, können sich Fischer, Mäster und Händler nicht auf den Vertrauensschutz berufen, um gegen Fangbeschränkungen vorzugehen. (Az: C-221/09)

Im aktuellen Fall hatte ein maltesischer Thunfischmäster gegen die Verkürzung der Fangsaison geklagt. Der Fang mit sogenannten Ringwaden-Netzen (purse seine) im Mittelmeer und im Ostatlantik ist normalerweise vom 1. Januar bis zum 30. Juni erlaubt. Zum Schutz der Bestände hatte die Kommission mit einer Verordnung vom 12. Juni 2008 die Saison für die Fischer der meisten betroffenen Länder bereits zum 16. Juni beendet, für Schiffe mit spanischer Flagge zum 23. Juni.

Mit seiner Klage verlangte ein maltesischer Mastbetrieb Schadenersatz: Das Unternehmen sei vorher nicht gehört worden. Es habe auf die volle Fangsaison vertraut und nun nicht so viele Thune erwerben können, wie mit italienischen und französischen Fischern vertraglich vereinbart. Doch auf Vertrauensschutz können sich betroffene Fischer und Unternehmen nicht berufen, urteilte der EuGH. Auch hätten sie kein Recht auf vorherige Stellungnahme. Bei einer Verordnung, die sich gleichermaßen gegen alle Fischer richtet, sei dies nicht erforderlich.

EU setzt wegen Überfischung auf noch mehr Aquakulturen

Die EU will angesichts der Überfischung vieler Bestände Aquakulturen verstärkt fördern. "Es gibt einen großen Entwicklungs-Spielraum für diesen Sektor", erklärte EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki anlässlich einer geplanten Fischereireform. Mit Aquakulturen könnten bedrohte bestände erhalten werden, sagte Damanaki, die diesen Sektor nun mit Fördergeldern unterstützen will.

Umweltschützer und Biologen sehen die bislang üblichen Aquakulturen wie etwa die Mast von Lachsen vor Norwegen oder Blauflossenthun im Mittelmeer äußerst kritisch. Zuchtfische werden für die Mast häufig mit mehr Wildfisch gefüttert, als sie freilebend fressen würden. Zudem würden häufig Chemikalien eingesetzt, die die Gewässer verschmutzten. Unter strengeren Umweltauflagen hätten Aquakulturen jedoch ein Potenzial.
Quelle: AFP

Chinesische Politiker fordern Verbot von Handel mit Haiflossen

Abgeordnete des chinesischen Volkskongresses haben erstmals ein Verbot des Handels mit Haifischflossen gefordert. Wegen der enormen Gewinne drohe eine Überfischung und das Aussterben weiterer Arten, sagte Ding Liguo, Abgeordneter von Chinas Oberstem Gesetzgeber, nach einem Bericht der „Global Times“.

Ding Liguo reichte zusammen mit einem Dutzend Kollegen einen förmlichen schriftlichen Antrag beim Volkskongress ein. China ist dem Volksvertreter zufolge der weltweit größte Markt für Haifischflossen und importiere 95 Prozent der globalen Produktion.
Ding forderte gesetzliche Verbote, weil eine Werbekampagne gegen den Verzehr von Haifischflossen kaum Wirkung gezeigt habe. "Nur Gesetze können den Handel mit Haifischflossen stoppen und das Töten von Haien reduzieren", sagte Ding.

Haifischflossen können dem Bericht zufolge bis zu 4.000 Yuan (440 Euro) pro Kilogramm kosten. In gehobenen Restaurants beträgt der Preis bis zu 10.000 Yuan (1100 Euro) pro Kilogramm. "Die Leute werden vom vermeintlichen Nährwert der Haifischflossen in die Irre geführt", sagte Ding. Zudem enthielten sie ein hohes Maß an Blei und Quecksilber, sagte er.

Ding schlug vor, dass Regierungsbeamte die Führung bei der Unterbindung des Konsums von Haifischflossen übernehmen und dass das Gericht in staatlichen Hotels und Restaurants nicht mehr serviert wird.
Quelle: Global Times

Mittwoch, 2. Februar 2011

Globale Überfischung geht ungebremst weiter



Der Anteil überfischter oder maximal genutzter Fischbestände ist weltweit weiter gestiegen - auf 85 Prozent im Jahr 2008. Dies geht aus dem Ende Januar in Rom veröffentlichten Weltfischereireport der UN-Welternährungsorganisation (FAO) hervor.
Gleichzeitig schrumpfte der Anteil nur moderat genutzter Bestände von 20 auf 15 Prozent. "Der Raubbau in den Ozeanen setzt sich ungebremst fort - und gleichzeitig verlieren wir das Reservepotenzial", erläutert Karoline Schacht, Fischereiexpertin des WWF Deutschland.

Besonders alarmierendes Ergebnis des Zustandsberichtes: 32 Prozent der Bestände gelten nun als überfischt oder bereits zusammengebrochen - ein noch nie erreichter Wert. "Für ein Drittel der weltweiten Fischbestände gilt mittlerweile Alarmstufe rot", warnt Schacht. "Die Fischereiindustrie setzt mit dieser Entwicklung die Ernährungssicherheit der Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie die Gesundheit der Meere aufs Spiel." Die seit langem von Politik und Fischereiindustrie versprochene Trendwende sei ausgeblieben.

Im Jahr 2009 wurden weltweit 17,2 Kilogramm Fisch pro Kopf konsumiert, noch nie waren es mehr. Gleichzeitig lag die globale Fischproduktion bei 145 Millionen Tonnen, ein Rekordwert. Die Menge des wild gefangenen Fischs stagniert jedoch seit Jahren, während der Anteil des Zuchtfischs mit 46 Prozent eine neue Höchstmarke erreicht. "Nun ist es amtlich: Die Meere können den wachsenden Bedarf nach Fisch nicht mehr decken, fast jeder zweite Fisch kommt bereits aus Massentierhaltung" sagt Karoline Schacht vom WWF.

Der WWF fordert daher, endlich den Zustand der Fischbestände in den Meeren zu verbessern, statt vorwiegend auf den Ausbau gewinnträchtiger, aber teilweise umweltgefährdender Aquakulturen zu setzen. Hier sehen die Umweltschützer insbesondere die Europäische Union in der Verantwortung: Sie ist der weltweit größte Importmarkt für Fisch und Fischprodukte mit einem Wert von
32 Milliarden Euro im Jahr 2008 und weist zudem einen überdurchschnittlich hohen Anteil überfischter Bestände in den eigenen Gewässern auf. "Der neue Kurs der EU muss heißen: Vom Raubbau zum Wiederaufbau der Fischbestände", fordert Karoline Schacht. Mit den düsteren Zahlen vor Augen müsse die EU schnellstmöglich Erholungs- und Bewirtschaftungspläne für alle EU-Fischereien erarbeiten, als Herzstück der aktuellen Reform der europäischen Fischereipolitik.

Der FAO-Bericht bestätigt zudem, dass Verbraucher zunehmend Garantien für dessen nachhaltige Produktion fordern. Konsumenten empfiehlt der WWF in seinem Einkaufsratgeber Fisch und Meeresfrüchte, beim Einkauf auf Fische aus gefährdeten Beständen zu verzichten. Dazu zählen unter anderem Thunfisch, Nordseekabeljau oder Rotbarsch. Empfehlenswert sei Alaska-Seelachs oder Zuchtfische mit Biosiegel.